Rund ums Terrarium

Warm, wärmer, am wärmsten

Nachdem die Mindestgröße geklärt ist, werfen wir nun ein Blick auf die benötigten Temperaturen, damit sich die kleinen Agamen auch wohlfühlen können. Dabei spielt auch das Material, aus dem das Terrarium besteht, eine wichtige Rolle. Ein Glasterrarium mag zwar optisch ansprechender sein als ein OSB-Terrarium, allerdings weist letzteres eine bessere Wärmeisolierung auf. Dagegen lässt sich ein Glasterrarium wesentlich einfacher reinigen und desinfizieren als ein Holzterrarium. Terrarien aus Kunststoff vereinen diese zwei positiven Eigenschaften, kosten allerdings auch wesentlich mehr als die anderen Varianten vergleichbarer Standardterrarien. Die Wahl des Materials ist also neben persönlichen Vorlieben auch eine Frage des Geldbeutels bei der Anschaffung und Unterhaltskosten – oder im Falle des Eigenbaus auch des handwerklichen Geschicks.

Widmen wir uns nun endlich der Wärme oder besser: den Temperaturzonen. Anders als in der Natur herrschen im Terrarium eher konstante Temperaturverhältnisse. Daher wird es notwendig, verschiedene Temperaturzonen mit Licht- und Schattenplätzen zu schaffen. Aus den Basics wissen wir, dass die durchschnittliche sommerliche Tagestemperatur im Verbreitungsgebiet der Pogona minor bei Werten ab 28° C bis über 39°C liegt. Je nach Region kühlt es sich nachts zudem auf Werte zwischen 18°C und 25°C ab, das in der Regel der Zimmertemperatur entspricht. Idealerweise schaffen wir am Tage mit Wärmespots Sonnenplätze mit bis zu 40°C und kühlere Stellen mit max. 25°C. Schattige, kühle Orte können einfach durch die verschiedenen Einrichtungselemente erzeugt werden. Neben der Wärme muss auch auf die Luftfeuchtigkeit geachtet werden: Am Tage sollte diese – wie bei allen Bartagamen-Arten- zwischen 30-40% liegen, nachts bis zu 60%. Regelmäßiges abendliches Sprühen hilft die Luftfeuchtigkeit über Nacht leicht zu steigern und wird zudem auch gerne von den Minor-Zwergbartagemen zur naturnahen Aufnahme von Wasser (Ablecken der Einrichtungsgegenstände) genutzt.

Wie alle Bartagamenarten ist die Pogona minor heliophil, d.h. die kleinen Drachen verbinden Wärme mit Licht. Deshalb haben Heizsteine, Heizkabel und ähnliche (lichtlose) Wärmequellen im Terrarium nichts zu suchen (Verbrennungsgefahr). Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass das Terrarium nicht überhitzt. Besonders im Sommer kann es den Zwergdrachen schnell im Terrarium zu heiß werden. Mit der Vergrößerung der Lüftungsflächen (z.B. Drahteinsatz statt Glasschiebetür) oder durch die Änderung der Beleuchtungsmittel (nur Wärmeabgabe ändern!!) kann hier Abhilfe geschaffen werden.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner