Rund ums Terrarium

Schöner Wohnen für Zwergdrachen

So ein Holz- oder Glaskasten ist ohne Einrichtung und Dekorationen schon etwas öde – nicht nur optisch, sondern auch für die Lebensqualität der kleinen Bewohner. Was sind also die wichtigsten Einrichtungselemente?

Im Terrarium sollte ein mindestens 10 cm hoher, grabfähiger Bodengrund eingebracht werden. Üblicherweise wird dazu ein Lehm-Sand-Gemisch verwendet, dessen Mischungsverhältnis abhängig von der Dichte des verwendeten Sandes und Lehmpulvers ist. Daher am besten vorher mit einer kleinen Menge die Festigkeit und Grabfähigkeit im trockenen Zustand testen. In der Bartagamen-Literatur und auf den verschiedenen Webseiten werden Verhältnisse zwischen 1:5 und 1:10 empfohlen. Wir verwenden überwiegend eine 1:7 Lehm-Sand-Mischung, d.h. wir mischen 1kg Lehmpulver mit 7kg Spielsand. Damit diese Mischung auch richtig fest wird, füllen wir sie feucht ins Terrarium ein, so dass sie beim Trocknen direkt an Ort und Stelle wie gewünscht aushärten kann.

Auch sind unsere Böden nicht gleichmäßig hoch und platt, sondern wie in der Natur uneben und unterschiedlich hoch. Kleine oder größere Klumpen aus der Sand-Lehm-Mischung können auch dekorativ als „Steine“ und „Steinaufbauten“ verwendet werden. Wie viele Kilogramm Spielsand und Lehmpulver letztlich benötigt werden, ist von der Füllhöhe und der Grundfläche abhängig. Als groben Richtwert: Benötigt werden ca. 100kg Spielsand (plus der entsprechenden Menge an Lehmpulver) für ein Terrarium mit einer Bodenplatte von 120×80 bei einer Füllhöhe von 10 cm. Wer nicht selber mischen möchte, kann natürlich auch fertigen Bodengrund im Handel erwerben.

Zwei junge Pogona minor auf einem Korkast, im Hintergrund Rückwand und Kunstpflanze schwach erkennbar.
Junge Minor im Terrarium

Da die kleinen Agamen auch gerne erhöht sitzen, brauchen sie unbedingt auch verschieden hohe Sitz- und Klettermöglichkeiten. Dazu bietet sich neben der Verwendung von Ästen, Korkröhren, Steinen und ähnlichem natürlich auch die Verkleidung von Seiten- und Rückwand mit einer Felswand-Nachbildung an. Unterschiedlich hohe und große Plateaus schaffen so ganz einfach viele Sonnen- und Schattenplätze. Und in Verbindung mit den anderen Einrichtungsgegenständen entstehen dann zusätzlich kleine Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten.

Für die Mini-Drachen nicht ganz so wichtig, aber für die Hygiene und Reinigung erheblich einfacher ist die Einrichtung eines festen Futterplatzes für die Verfütterung des Grünfutters. Dabei ist es eine Frage der persönlichen Vorliebe, ob eine Futterschale aus der Terraristikabteilung, ein flacher Stein oder sonstiges für die tägliche Gabe der pflanzliche Nahrung verwendet wird. Hier sind dazu glasierte Tonschalen und Terracotta-Pflanztopfuntersetzer im Einsatz.

Geht es nach unseren Minor-Zwergen, dann wäre eine Wasserschale absolut unnötig. Im Gegensatz zu unseren anderen Zwergbartagamen (Pogona henrylawsoni), die ihre Wasserschale gerne mal zum Baden verwenden, sind unsere Minors eher wasserscheu. Sogar der regelmäßige „Regenschauer“ ist hochgradig verpönt und es wird tunlichst vermieden, nass zu werden. Trotzdem haben wir uns dazu entschieden, eine Wasserschale anzubieten. So haben die Tiere rund um die Uhr Zugang zum Trinkwasser und können selbst entscheiden, ob sie es nutzen wollen.

Da uns die Terrarien dann noch etwas „fad“ aussahen, haben wir noch ein wenig Grün mit Hilfe von Kunstpflanzen eingebracht. Da unsere Tiere diese nach einem kurzen Zungentest als „nicht essbar“ eingestuft haben, durften diese auch bleiben und dienen jetzt als zusätzliche Versteck- und Klettermöglichkeit. Auch sind hier die Hängematten aus Seegrasfaser als Beobachtungs- und Schlafplatz sehr beliebt.

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