Grünfutter ohne Garten…
Täglich frisches Grünfutter auf den „Drachentisch“ zu zaubern, ist bei eigenem Anbau natürlich am einfachsten. Dabei ist man auch sicher, dass keine Schadstoffe – durch Insektizide, Dünger o.ä. – in den Magen der Tiere gelangen. Selbst eine kleine Menge an auf dem Fensterbrett gezogenen (Wild)Kräutern bereichert den täglichen Speiseplan ungemein: Basilikum, Bohnenkraut, Majoran oder Oregano, um nur einige geeignete Küchenkräuter zu nennen. Zudem gibt es auch einige blühende Zimmerpflanzen (z.B. Hibiskus, Opuntie oder Weihnachtskaktus), die für das Verfüttern geeignet sind. Da Zimmerpflanzen gegen Pilze, Schädlinge und Co. behandelt werden, muss man allerdings sechs Monate nach dem Erwerb mit dem Verfüttern warten. Solange dauert es, bis die Schadstoffe abgebaut sind. In Zoofachmärkten (oder einigen Baumärkten) kann auch Kriechendes Schönpolster (Golliwoog®) zur gelegentlichen Erweiterung des Speiseplans erworben werden. Angeblich soll es auch sehr leicht nachzuziehen sein, ich selber habe damit bislang keinen Erfolg gehabt.
Außerdem gibt es verschiedene leicht zu ziehende Sprossenarten im Handel, die wir den kleinen Leckermäulern auch anbieten können. Dazu eignen sich vor allem die Samen von Futterpflanzen wie (Rot)Klee und Luzerne (Alfalfa), aber auch Sprossen von Mungbohnen, Kresse oder Linsen werden gerne angenommen. Bei der Verfütterung von Sprossen gilt: Auf Schimmel achten und wegen dem hohen Eiweißgehalt in Maßen verfüttern. Und alles, was auf dem Fensterbrett angebaut werden kann, hilft natürlich auch bei der Fütterung in den Wintermonaten nach der Hibernation.
Wer einen Balkon hat, kann natürlich wesentlich größere Mengen an Futterpflanzen anbauen. Dabei sind auch einige der üblichen „Balkonkästen-Pflanzen“ durchaus verwendbar: Blüten und Blätter von Hornveilchen, Stiefmütterchen, Glockenblumen, Gartenkresse oder die Bellis-Arten gehören zu den verträglichen Futterpflanzen. Die Kapuzinerkresse, die allerdings etwas seltener auf dem Speiseplan stehen sollte, gedeiht auch wunderbar und schmückend in Balkonkästen, Töpfen oder Schalen. Selbst eine Malvenpflanze im Kübel kann äußerst ertragreich sein. Gerade für den Balkon bietet sich eine für Bartagamen geeignete Samenmischung an, da somit eine große Auswahl verschiedenster Futterpflanzen bei geringem Platzbedarf zur Verfügung gestellt werden kann.
