Bau eines Terrariums III
Teil 3: Front und Fertigstellung
Während der Rückwandbau einige Tage (Wochen) in Anspruch nimmt, ist die Front dagegen in einigen Stunden gebaut. Dass die Front das letzte Bauteil – von der Rückwand einmal abgesehen – ist, liegt daran, dass wir die Glasschiebetüren auf den Millimeter genau bestellen müssen. Denn die Glaselemente nachzuschneiden wäre nicht ganz so einfach wie bei den Holzteilen. Dann hängt es noch von der Glaserei ab, wie schnell geliefert werden kann. Bei „unserer“ Glaserei dauert das so zwischen ein bis zwei Wochen – je nach deren Auftragslage. Zusätzlich lassen wir uns natürlich auch die Glaskanten abschleifen, so dass sie besser in den Führungsschienen laufen bzw. angenehmer zum Anfassen sind. In der Regel sind die Glaselemente unserer Terrarien abholbereit, bevor die „Fels-Kletter-Rückwand“ komplett fertig ist. Da unsere Bartagamen-Terrarien überwiegend mit einer Seite direkt an der Wand stehen, haben wir uns für eine Front-Deckel-Belüftung entschieden: Unter den Glassschiebetüren kann kühlere Luft eindringen und warme Luft entweicht durch die hintere Deckellüftung im Lichtkasten (Kamineffekt).
Bei den Minor-Terrarien ist zusätzlich der Lichtkasten mit einer Gazeabdeckung vom bewohnten Terrariumteil abgetrennt. Diese Abdeckung ist ein mit Gaze bespannter, dreiteiliger Holzrahmen, der mit dem Korpus fest verschraubt ist. Eine andere Methode, die wir in zwei der anderen Bartagamen-Terrarien zur Abtrennung von Technik und Tieren genutzt haben, besteht aus einer Rahmenkonstruktion und vielen darauf aufliegenden, entnehmbaren Regalbrettern, in die die Beleuchtung und Lüftung eingebaut wurde (s. Bild). Bei beiden Varianten war es uns wichtig, dass wir die Leuchtkörper leicht auswechseln oder nach Bedarf (z.B. Umgestaltung im Terrarium) neu anordnen können.
Etwas schwieriger als den Deckel mit Lüftungsflächen und die Abtrennung zur Technik ist die Front zu bauen. Eigentlich sieht die Rahmenkonstruktion ganz einfach machbar aus, aber einige Punkte müssen doch bedacht werden: Für Belüftungsgitter und untere Sichtscheiben1Wer hier nicht auf 10 bis 15 cm hohen Sand-Lehm-Boden schauen möchte, kann natürlich anstelle von Glaselementen hier eine Holzblende verwenden. Enstprechend muss dann die Rahmenkonstruktion angepasst werden. müssen einige Millimeter in die Holzleisten gefräst werden, so dass sie später sicher und fest in der Rahmenkonstruktion sitzen. Auch die Führungsschienen für die Glasschiebetüren brauchen – sofern man nicht ein Alu-Schienen-System2Wir haben bei zwei Terrarien dieses Rollschiebetürensystem verwendet benutzt – entsprechende Nuten. Erst dann baut man den Außenrahmen zusammen, setzt die unteren Glasscheiben, Lüftungsgitter und Zwischenstreben ein. Den so fertiggestellten Rahmen haben wir dann im Terrarium verleimt. Eine andere Methode (wie bei den OSB-Selbstaufbau-Set) ist das Verschrauben mit Boden, Seitenwänden und Deckel (bzw. Technikabtrennung). Nun noch die Führungsschienen in die Nuten einkleben (oder das Schienensystem entsprechend der Beschreibung anbringen), Glasschiebetüren einsetzen – und voilá: Das Terrarium ist bereit für das Einrichten mit Sand-Lehm-Boden und Dekorationen:

