Rund ums Terrarium

Und es werde Licht…

Vorab: Ich werde nur einen Überblick schaffen, welche Lichtquellen für Helligkeit und Wärme verwendet werden sollten. Alle wichtigen Informationen mit ausführlichen Erklärungen rund um Reptilien und Licht finden sich auf der Website Licht im Terrarium, die ich hier jedem ans Herz legen möchte.

Alle Bartagamen sind heliophil, neben der Sonnenwärme lieben sie auch das helle Sonnenlicht an sich. Darüber hinaus ist die UV-Versorgung durch das Sonnenlicht für die kleinen Agamen lebenswichtig. Denn nicht nur zum Aufwärmen und zur Produktion von Vitamin D3 als Schutz gegen Rachitis, sondern auch zur Wahrnehmung ihrer Umgebung und Beutetiere benötigen Bartagamen UVB-Licht. Damit sich die kleinen Drachen nun im heimischen Terrarium richtig wohl fühlen, müssen wir nun die australische Sonne möglichst naturnah imitieren. Dabei sprechen wir von Helligkeitswerten über 100.000 Lux. Damit sollte jetzt schon klar sein, dass das mit einer oder zwei Glühbirnen (Dazu zählen auch die „einfachen Glühbirnen“ aus der Terraristikabteilung) nicht erzielt werden kann. Wie wird nun eine Grundhelligkeit erreicht, die möglichst an die eines sonnigen Tages herankommt? Und was war nochmal mit UV-Licht und Wärme?

Glücklicherweise gibt es Lampen, die gleichzeitig für die benötigte Helligkeit, UV-Licht und Wärme sorgen: spezielle Metalldampflampen für den Einsatz in der Terraristik. Einziger Nachteil ist hierbei, dass ein Vorschaltgerät gebraucht wird. Dabei ist zu beachten, dass die Wattzahl des Vorschaltgerätes zu der verwendeten Lampe passt. Die Metalldampflampen gibt es in 30, 70 und 150 Watt. Je nach Hersteller sind die Bezeichnungen etwas unterschiedlich: HDI und HQI sind bei denen für die Terraristik am gängigsten. Für diejenigen, die sich nicht mit Elektrik auskennen, bieten die verschiedenen Hersteller dafür auch einfach zu bedienende Sets an. Für Fachleute oder diejenigen, die sich damit auskennen, ist es allerdings wesentlich günstiger passende Vorschaltgeräte aus anderen Quellen zu besorgen. Die Lampen gibt es zudem als „Spot“ oder „Flow“ Variante, deren kegelförmige Ausstrahlung sich nur im Durchmesser des Kegels unterscheiden. (Und nach unseren Messungen auch in den UV-Werten.) Mindestens eine, besser zwei oder mehr solcher Lampen sollten je nach Terrariumgröße eingebaut werden. Die UV-Leistung dieser Lampen läßt bei der täglichen Nutzung bei einer Brenndauer von 12h im Laufe der Zeit nach. Der Herstellerempfehlung, die Lampen mindestens 1x jährlich auszutauschen, sollte unbedingt gefolgt werden. Regelmäßige Messungen der Lampen (UV-Index/ Lichtleistung) sind natürlich am besten, um rechtzeitig bei mangelnder Versorgung eingreifen zu können. Da sich nicht jeder die entsprechenden Meßgeräte zulegen will: Nachfragen beim Reptilien-Tierarzt, die bieten oftmals Messungen an.

Neben diesen Lampen, mit denen die UV-Grundversorgung und Wärme an den Sonnenplätzen sicher gestellt ist, brauchen wir allerdings noch zusätzliche Leuchtmittel. Dafür bieten sich T5 oder T8 Röhren (z.B. Tageslichtröhren), Metalldampflampen (ohne UV), LEDs, Halogenstrahler usw. an. Wie gesagt, es kann den kleinen Minor-Zwergen nicht hell genug sein. Bei Gruppenhaltung sollte auch jedem Tier ein eigener Sonnenplatz zur Verfügung stehen. Und um Verbrennungen und eine zu hohe Wärmeentwicklung entgegenzuwirken, empfiehlt es sich außerdem, die Leuchtmittel außerhalb des bewohnten Terrariumbereiches, einem sogenannten Lichtkasten, anzubringen. Das ist natürlich bei einem Terrarium aus Holz wesentlich einfacher als bei einem aus Glas, den UV-Licht wird vom Glas geblockt. Wer sich für ein Glasterrarium entscheidet, kann entweder die UV-Versorgung über die Lüftungsfläche aus Gaze (!) gewährleisten oder muss die Lampen im Terrarium mit Verbrennungsschutz anbringen.

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