Vor dem Einzug
Bevor wir uns nun eine (oder mehr) Westliche Bartagame(n) nach Hause holen, müssen wir erstmal das zukünftige Heim vorbereiten. Deshalb gilt es erstmal, für ein gut eingerichtetes Terrarium mit passenden Parametern – Wärme, Licht und Luftfeuchtigkeit – zu sorgen. Was alles dazu bedacht werden muss, habe ich unter Rund ums Terrarium einmal zusammengefasst. Dort geht es um Mindestgröße, Beleuchtung, Wärme und Einrichtung. In der Bau- und Bastelecke findet sich eine Schilderung vom Bau unserer Terrarien als Anregung für den Selbstbau.
Zusätzlich bietet es sich an, ein Quarantäne-Terrarium für die ersten Wochen bereit zu halten. Denn oft bringen die kleinen Agamen ungewollte parasitäre Mitbewohner mit: Oftmals handelt es sich dabei um Kokzidien und/ oder Oxyuren. Bei der Behandlung gegen diese Parasiten ist die tägliche Reinigung (z.B. mit Hilfe eines Dampfreinigers) sowie die Desinfektion des Terrariums und aller Einrichtungsgegenstände mit geeigneten Desinfektionsmitteln (reptilienkundigen Tierarzt fragen oder alternativ min. 70%iger Alkohol) oder durch Hitze (im Backofen min. 45 Minuten bei min. 100°C ausbacken ) nötig. In der Regel wird empfohlen, den Bodengrund bei Befall mit Kokizidien und/ oder Oxyuren komplett zu ersetzen. Gerade deshalb ist ein spartanisch eingerichtetes Quarantäne-Terrarium bis zur negativen Kotprobe für Neuankömmlinge – und auch für spätere Krankheitsfälle – ratsam. Dabei kann das Extra-Terrarium ruhig etwas kleiner sein, allerdings müssen die notwendigen Haltungsparameter (Wärme/Luftfeuchtigkeit/ UV-Versorgung) gegeben sein. Bei uns dienen als „Krankenstationen“ leicht zu reinigende Terrarien zwischen 80x40x40 und 120x60x60. Aber auch entsprechend große Plastikboxen können zur Quarantäne eingesetzt werden, sofern Wärme, Luftzirkulation und UV-Versorgung gewährleistet werden.
Neben der Beleuchtung mit UV-Versorgung wird das Quarantäne-Terrarium mit leicht zu reinigenden und desinfizierbaren Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Neben Gegenständen aus Keramik oder hitzebeständigem Kunststoff können natürlich auch Korkröhren, Äste und/ oder Weinreben, die in den Backofen passen verwendet werden. Als Bodengrund empfiehlt es sich, Zeitungspapier und/ oder Küchenrolle zu verwenden.