Auswahl der Pogona minor
Welcher „Zwerg-Drache“ darf es denn sein? Beim Erwerb des neuen Mitbewohners (oder der neuen Mitbewohner) sollte auf einige Punkte geachtet werden:
Die angebotenen Tiere sollten mindestens einen Monat alt und futterfest sein. In der Literatur wird meist ein Abgabealter von 6-8 Wochen empfohlen.
Eine erste Geschlechtsbestimmung ist bei Pogona minor zwar bereits ab Schlupf möglich, aber nicht immer 100% richtig. Sicherer lässt es doch bei einer KRL von mindestens 8 cm erkennen. Dies ist besonders bei Erwerb von 2-3 Tieren oder bei Aufstockung der Gruppengröße wichtig.
Die Abgabetiere auf Züchter-Seiten oder in Kleinanzeigen werden meist mit einem Zahlencode angeboten. Dieser gibt sowohl das Geschlecht als auch die Anzahl der verfügbaren Tiere an. Dabei steht die Zahl an erster Stelle für männliche, die an zweiter Stelle für weibliche und die dritte für unbestimmte Tiere. Nehmen wir einmal als Code 1.3.9, dann handelt es sich um 1 männliches Tier, 3 weibliche Tiere und 9 unbestimmte Tiere. Als unbestimmt werden in der Regel Jungtiere angegeben, bei denen das Geschlecht noch nicht eindeutig erkannt werden kann.
Ein gesunder, kleiner Drache macht einen wachen, lebhaften und neugierigen Eindruck. Trotzdem sollte auf mögliche Krankheitszeichen geachtet werden:
- Erkennbares Zittern und Koordinationsprobleme sowie eine Verformung der Knochen deuten auf eine Mangelernährung und/ oder fehlende UV-Versorgung hin.
- Der Ernährungszustand ist ein weiteres Kriterium: Abmagerung und geschwollener Bauch bedeuten oftmals einen Wurmbefall. Gut genährte Minor-Zwergbartagamen haben eine breite Schwanzwurzel.
- Die Kloake sollte sauber sein. Auch in den Hautfalten sollten keine Spuren von Parasiten (z.B. Milben) zu sehen sein.
- Außerhalb von Börsen kann auch darum gebeten werden, die gewünschte Westliche Bartagame kurz beim Füttern/ Jagen beobachten zu dürfen und/ oder auf die Hand zu nehmen, um den Gesundheitszustand zu prüfen.
- Und zuletzt: Fehlende Zehen und/oder Schwanzspitzen sind nur ein Schönheitsfehler und behindern die kleinen Echsen keineswegs.
Ist die Entscheidung für eine (oder mehr) kleine Agamen gefallen, muss sie sicher und warm nach Hause transpotiert werden. Als Transportbox eignen sich besonders die gängigen Faunaboxen, die auch zur Aufbewahrung diverser Futtertiere genutzt werden können. Am besten legt man diese zudem mit Küchenrolle aus, so dass die Echsen darin halt haben (und sich eventuell auch verstecken können). Besonders bei kühleren Außentemperaturen (unter 25°C) sollte man darüber hinaus dafür sorgen, dass die Tiere nicht auskühlen. Hier bieten es sich an, die Transportbox in eine Styroporbox zu stellen und gegebenenfalls mit weiteren Wärmemitteln (Taschenwärmer, Wärmflasche etc) auszustatten.