Bau eines Terrariums II
Teil 2: Der Korpus
Mit Hilfe der angefertigten Bauskizzen und der gewünschten Materialstärke haben wir dann die Zuschnittsmaße der Holzteile berechnet. So hatten wir uns bei unserem Raumteiler für unbeschichtete 15mm Multiplex-Platten entschieden, bei Kaspars und Mottes Terrarium haben wir dagegen die nicht sichtbare Rückwand aus Kostenersparnis durch eine billigere Spannplatte in 16mm ersetzt. Deshalb bei der Berechnung und dem Zuschnitt unbedingt auf die Materialstärke achten!
Nehmen wir als Beispiel ein „einfaches“ Standardterrarium mit den Mindestmaß von 120x80x80 cm und eine Materialstärke von 15mm. Bei einer Boden- und Deckelplatte von 120×80 cm ergibt sich für die Seitenteile dann ein Maß von 77×80 cm und für die Rückwand (sowie die Front) 77x117cm. Das entspricht der Bauweise der als Bausatz erhältlichen OSB-Terrarien, bei denen die Seitenteile und die Rückwand seitlich miteinander und von oben/ unten mit Boden- und Deckplatte verschraubt werden.
Bei unseren Minor-Terrarien haben wir Rückwand, Deck- und Bodenplatte „innenliegend“ verschraubt. Da unsere Seitenteile auch den Unterschrank mit abdecken sollten, sind die Schrauben so unsichtbar und es entstand eine durchgehende glatte Fläche (s. Bild). Nachdem wir alle Maße für den Korpus millimetergenau bestimmt hatten, ging es an die Materialbeschaffung. Die großen Platten für die Seiten und Rückwand haben wir uns im Baumarkt auf Bestellung nach Maß zuschneiden lassen. Der Ausschnitt für das Seitenfenster bei Kaspars und Mottes Terrarium sowie die Fräsungen im Rückwandteil des Raumteiler-Terrariums von Irma und Ida wurden dann in unserer Garage mit geeignetem Werkzeug gefertigt. Und nachdem alle Holzteile des Korpus passend aneinander geschraubt waren, konnte mit dem Bau der Rückwand sowie der passgenauen Front begonnen werden.
